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Abd-ru-shin´s Leben und Wirken

                                                                                                                                                                           .

 

 
Diese Seite wurde zuletzt am 26. April 2024 aktualisiert.

 

Abd-ru-shin, mit bürgerlichem Namen Oskar Ernst Bernhardt, wurde am 18. April 1875 in Bischofswerda nahe Dresden geboren. Seine Eltern besaßen ein traditionsreiches Gasthaus im Herzen der Stadt. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung widmete er sich dem erlernten Beruf des Kaufmanns. Die kaufmännische Tätigkeit ermöglichte es ihm, Reisen in verschiedene Länder Europas sowie Nordamerikas zu unternehmen.

Diese Reisen brachten ihm einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit der Welt und den Menschen verschiedener Kulturkreise und sie verschafften ihm den Stoff für sein schriftstellerisches Schaffen. Er begann, die Erlebnisse und Eindrücke dieser Reisen sowie auch persönliche Erfahrungen im Zusammenleben mit den Mitmenschen literarisch zu verarbeiten. Auf diese Weise verband er seinen kaufmännischen Beruf mit seiner immer mehr wachsenden Neigung, seine Gedanken als Schriftsteller kundzutun.

 

Während eines Aufenthalts in London überraschte ihn der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Als deutscher Staatsangehöriger wurde er festgehalten und auf der „Isle of Man" für die Dauer des Krieges interniert. In den Jahren der Gefangenschaft erlebte er die innere Not der Menschen, die viel Elend durchlitten und aus dem Chaos der zerbrechenden alten Wertordnungen keinen Ausweg fanden. Der Wunsch erwachte in ihm, hier zu helfen durch ein Wissen, das in ihm lebendig war.

 

1919 kam Oskar Ernst Bernhardt wieder nach Dresden. Er arbeitete zunächst literarisch. Doch das dichterische Wort erwies sich nicht als die geeignete Form zur Mitteilung dessen, was er zu sagen hatte. So wandte er sich Vorträgen zu, die er ab 1923 veröffentlichte und später zu seinem Hauptwerk, der Gralsbotschaft „Im Lichte der Wahrheit", zusammenfasste. Er wählte als Autor der Gralsbotschaft den Namen „Abd-ru-shin" (aus persisch-arabischen Sprachelementen), dessen sinngemäße Übersetzung: „Sohn", „Knecht" oder „Diener des Lichts" er als seinem Anliegen entsprechend empfand.

  

Nach der Scheidung seiner ersten Ehe heiratete

Oskar Ernst Bernhardt 1924 ein zweites Mal: In Frau

Maria Freyer (1887 - 1957) hatte er die ihn ergänzende

Gefährtin gefunden. Mit ihr und ihren drei nahezu

erwachsenen Kindern übersiedelte er nach Oberbayern

und 1928 auf den Vomperberg in Tirol (Österreich),

oberhalb der alten Silberstadt Schwaz.

 

Es war das passende Domizil für die Arbeit an seinem

Hauptwerk und das Abfassen seiner weiteren Schriften. 

 

Nachdem Oskar Ernst Bernhardt im Februar 1928 mit

seiner Familie das dort erworbene Landhaus auf dem Vomperberger Plateau bezogen hatte, begann für ihn ein

Jahrzehnt, in welchem er hoffen konnte, das zu verwirklichen,

um dessentwillen er die vielen leidvollen Lebenserfahrungen

auf sich genommen hatte: ein Wirken und einen Aufbau im

Sinne seiner Gralsbotschaft.

 

Bald siedelten sich in seiner Nähe Menschen an, die sich

zur Gralsbotschaft bekannten und ein Lebensmodell im Sinne

der Gralsbotschaft aufbauen wollten. Dadurch entwickelte

sich dort die bis heute bestehende Grals-Siedlung. 

 

Auch äußerlich gesehen entfaltete sich Hand in Hand mit dem geistigen Anstoß eine rege Tätigkeit, und innerhalb von nur drei, vier Jahren entstand auf diesem idyllischen Flecken Erde eine kleine Mustersiedlung.

Jäh brach diese Entwicklung ab, als Österreich im März 1938 „deutsch" wurde. Abd-ru-shin wurde von den Nationalsozialisten verhaftet und in Innsbruck inhaftiert. Die Unterstellungen und Anklagen, welche die Inhaftierung bewirkt hatten, erwiesen sich letzten Endes jedoch als nicht der Wahrheit entsprechend, was zur Freilassung Abd-ru-shins führte. Die Grals-Siedlung auf dem Vomperberg, die sich um Abd-ru-shins Wohnhaus gebildet hatte, sowie sein gesamtes persönliches Vermögen wie auch das seiner Familie wurde dennoch beschlagnahmt und dem österreichischen Staat übertragen. Abd-ru-shin und seine Familie mussten Österreich verlassen und erhielten einen Zwangsaufenthalt im Osten Deutschlands zugewiesen. Auch alle übrigen Bewohner wurden aus der Grals-Siedlung vertrieben. Die Weitergabe des Werkes Abd-ru-shins sowie der persönliche Kontakt mit  Abd-ru-shin war durch den Zwang der nationalsozialistischen Machthaber weitgehend unterbunden.

 

Abd-ru-shin ging mit seiner Familie zunächst in die Nähe von Görlitz, dann nach Kipsdorf im Erzgebirge. Für seine Anliegen öffentlich tätig zu werden, war ihm untersagt, und den Bekennern der Gralsbotschaft war es verboten, Verbindung zu ihm aufzunehmen. Die Geheime Staatspolizei beobachtete und kontrollierte ständig. Die Jahre der Verbannung nutzte er, um die Gralsbotschaft zu der Form zu redigieren, wie er sie als Vermächtnis hinterlassen wollte. Aufgeteilt in drei Bände sollte dieses Werk zu den Lesern gelangen. Der erstmalige Druck dieser Ausgabe erfolgte erst im Jahre 1949.

 

Verbannung und Isolierung hatten Folgen: Oskar Ernst Bernhardt starb, nur 66 Jahre alt, am 6. Dezember 1941 in Kipsdorf. Die damalige Beisetzung fand auf dem Friedhof seiner Geburtsstadt, in Bischofswerda statt. Nach Kriegsende 1945 gaben die Alliierten den Bernhardtschen Besitz auf dem Vomperberg an Frau Maria Bernhardt zurück.

 

 

 
 

Im Sommer 1949 war es möglich, den Leichnam Abd-ru-shins von Bischofswerda zur Grals-Siedlung Vomperberg zu überführen. Hierfür wurde ein Grabmal in Form einer Pyramide errichtet, in deren Gruft der Erdenkörper Abd-ru-shins erneut beigesetzt wurde.

 

Wie ist die Gralsbotschaft entstanden?

 

In der >Ergänzungserklärung durch Oskar-Ernst Bernhardt vom 26. Oktober 1939< bezeichnet sich Abd-ru-shin selbst als Gottgesandten, der in einer besonderen Verbindung mit der göttlichen Weisheit steht. Abd-ru-shin fügte hinzu, dass er nicht gleichzusetzen sei mit Jesus, sondern dass es sich bei ihm um einen besonderen Strahlungsvorgang handelt, der es ihm ermöglicht, wie der „äußerste irdische Griffel göttlichen Willens zu neuen Offenbarungen notwendigen Wissens zu wirken“. 


Abd-ru-shin hat als Schriftsteller umfangreiche Reiseerzählungen, Novellen und Romane und Bühnenstücke verfasst. Aber er hatte kein fundiertes Wissen von dem, was er dann in der Gralsbotschaft geschrieben hat. Die Gralsbotschaft entstand also nicht durch wissenschaftliche Arbeit am Schreibtisch, sondern Abd-ru-shin hatte offenbar Zugang zu geistigen Quellen, aus denen er schöpfte. Zeitzeugen berichteten, dass Abd-ru-shin im Raum auf- und ab ging und die Vorträge nahezu druckreif diktierte, wenn er in einem dazu erforderlichen Zustand war. 

 

Hierzu erhielt ich am 12. Dezember 2023 folgende schriftliche Mitteilung, die ich wortgetreu zitiere:


„In der Zeit als ich auf dem Berg weilte, durfte ich eine ZEITZEUGIN kennen lernen, die mein Feierkleid geschneidert hat. Sie hat mir vieles aus dem Miterleben mit der Familie Abdrushin`s erzählt. So auch, dass Sie oft dabei sein durfte, wenn die Familie einen Ausflug auf den Patscherkofel zum Mittagsmahl unternahm. Dabei erfuhr und erlebte sie, dass Abdrushin h ö r t e , was er schrieb und sagte".

 

Und weiter in der oben genannten Mitteilung: "Nun gibt es dazu zwei wunderbare Stellen im Neuen Testament:

 

Johannes 16,12-14: 'Noch vieles hätte ich euch zu sagen, doch ihr könnt es jetzt noch nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, der wird euch in alle Wahrheit einführen. Er wird nicht von sich aus reden; er wird reden, was er hört, und euch die Zukunft künden...'

 

Das gleiche sagt Jesus auch von sich selbst: Johannes 15, 15-16: 'Freunde habe ich euch genannt, denn ich habe euch alles geoffenbart, was ich von meinem Vater gehört habe.'

 

Das ist doch wunderbar."  (Zitatende)

 

Auch Jakob Lorber, Bertha Dudde und viele andere >Erleuchtete< bzw. >Spirituelle Meister< haben sich als "Schreiber Gottes" bezeichnet. Jakob Lorber war ein österreichischer Schriftsteller und  Musiker. Er selbst bezeichnete sich als „Schreibknecht Gottes“. Am 15. März 1840 um 6 Uhr morgens vernahm Jakob Lorber, laut eigenen Angaben, eine „innere Stimme“ in der Nähe seines Herzens, die ihn zu schreiben aufforderte. Er schrieb, ihrem „Diktat“ folgend, im Laufe vieler Jahre rund 20.000 Manuskriptseiten nieder. Die Manuskripte sind durchwegs in einem Zug geschrieben und beinhalten nur sehr wenige Änderungen.

 

Bertha Dudde  war eine Schneiderin. Bis zu ihrem Tod 1965 entstanden ca. 9.030 Texte der aufgenommenen Einzelkundgaben mit jeweils unterschiedlichen und abgeschlossenen Inhalten. Übersetzungen zum Download gibt es in die englische, französische, holländische, spanische, kroatische, polnische, griechische, russische, rumänische und koreanische Sprache (Stand: 2022).

 

Den Vorgang des Empfangs schildert sie als eine direkte Einsprache Gottes ins Herz, ein Vorgang, der in völlig freiem Willen und bei klarem Bewußtsein geschieht. Die Stimme des innersten Geistes, die Stimme Gottes, empfand sie als klare Gedanken in ihrem Herzen und schrieb das „Gehörte“ einfach nur nieder ohne gedanklich oder konstruktiv daran beteiligt zu sein. Sie empfand sich selbst als „unbeschriebenes Blatt“ als sie am 15. Juni 1937 ihre erste Kundgabe nach innigem Gebet als „tönendes Wort“ in sich vernahm und niederschrieb. 

 

In dem Buch >Der Eingeweihte< von Cyril Scott, erschienen im Aquamarin Verlag, mit Schilderungen aus dem Leben vieler Gurus werden ähnliche Erklärungen für die scheinbar plötzliche >Erleuchtung< und das  anschließendes Wirken gegeben. In diesem Zusammenhang werden auch Begriffe wie die >Akasha-Chronik< als Quelle von Wissen und Weisheit, >Morphische Felder(Sheldrake), >Inneres Wissen< bzw. >Wissen ohne zu Lernen< verwendet. Durch Resonanz mit einem Strahlungsfeld oder Kraftfeld, das immer vorhanden ist und in das sich die "Erleuchteten" einkoppeln können, erfahren und vermitteln sie wertvolles Wissen - ohne deshalb selbst die Reife dieses Wissens zu besitzen.

 

 

War Abd-ru-shin Imanuel?

 

Abd-ru-shin hat mehrere Schriftstücke mit >Imanuel< unterzeichnet, die mit seiner Zustimmung veröffentlicht wurden. Dadurch wurde und wird bis heute in seiner Anhängerschaft und in der weltweiten Gralsbewegung ohne jede Diskussion die Meinung vertreten, dass der Gottessohn Imanuel in Abd-ru-shin inkarniert war; Abd-ru-shin und Imanuel sozusagen identisch sind. 

 

Im Widerspruch dazu stehen Imanuel betreffende Erklärungen in der Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit< von Abd-ru-shin, denen zufolge kein Menschengeist die Lichtkraft in der Nähe Imanuels ertragen würde. Eine persönliche Anwesenheit Imanuels auf der Erde würde also zur sofortigen Auslöschung der Menschheit führen. Schon aus diesem Grund kann Imanuel nicht in Abd-ru-shin bzw. Oskar-Ernst Bernhardt inkarniert gewesen sein. Wer Klarheit in diesen Fragen suchte wurde mit dem Hinweis beruhigt, dass es hier um Vorgänge geht, die weit über dem Ursprung des Menschengeistigen liegen und deshalb von uns nicht verstanden werden können.

 

 

 

"Ich bin´s, Imanuel" oder nur eine Strahlungsverbindung?

 


Es ist anzunehmen, dass Abd-ru-shin seine Strahlungsverbindung so intensiv erlebte, dass er zeitweise überzeugt war, selbst der verheißene Gottessohn Imanuel zu sein. Dass Abd-ru-shin sich irgendwann diesbezüglich nicht mehr so sicher war, kann auch einer der Gründe für die Überarbeitung seiner Gralsbotschaft kurz vor seinem Ableben gewesen sein.

 

Das ist zum Beispiel zu schließen aus einem Vergleich des Vortrags >Es werde Licht< in dem Buch >Nachklänge zur Gralsbotschaft von Abd-ru-shin; Band I< mit dem gleichen Vortrag in der >Gralsbotschaft Im Lichte der Wahrheit< von

Abd-ru-shin, die er 1940/1941 überarbeitet hat und die dann erst nach dem Krieg 1949 erscheinen konnte.

 

Auszug aus dem Vortrag: ES  WERDE  LICHT!

aus >Nachklänge zur Gralsbotschaft von Abdrushin; Band I<; 1934:

 

"Da nun die Nachschöpfung durch die langsam sich entwickelnden Menschengeister und deren Fall durch einseitig gezüchteten Verstand verdüstert wurde, mußte eingegriffen werden. Um alles von der Menschheit Gefehlte hilfreich wieder richtigzustellen, wurde Parzival mit der Grobstofflichkeit verbunden in Abdrushin. Abdrushin war also Parzival und deshalb auch Imanuel durch die weitergeführte unmittelbare Strahlungsverbindung, die durchzuführen große Vorbereitungen und Mühe kostete. Durch dessen Sein auf Erden konnte der Nachschöpfung wieder entsprechende Lichtkraft gegeben werden, zur Klärung, Stärkung und Hilfe allem Geistigen, und durch dieses weitergehend der ganzen Nachschöpfung."

 

Auszug aus dem Vortrag: ES  WERDE  LICHT! aus der >Gralsbotschaft Im Lichte der Wahrheit< von Abd-ru-shin; 1949:

 

"Da nun die Nachschöpfung durch die langsam sich entwickelnden Menschengeister und deren Fall durch einseitig gezüchteten Verstand verdüstert wurde, mußte eingegriffen werden. Um alles von der Menschheit Gefehlte hilfreich wieder richtigzustellen, wurde Parzival mit der Grobstofflichkeit verbunden in Abd-ru-shin. Abd-ru-shin war also Parzival durch die weitergeführte unmittelbare Strahlungsverbindung, die durchzuführen große Vorbereitungen und Mühe kostete. Durch dessen Sein auf Erden konnte der Nachschöpfung wieder entsprechende Lichtkraft gegeben werden, zur Klärung, Stärkung und Hilfe allem Geistigen, und durch dieses weitergehend der ganzen Nachschöpfung."

 

Um diese Aussage richtig zu verstehen, sollte man den folgenden Text im Vortrag >Die Urgeistigen Ebenen III< in Abd-ru shin`s Gralsbotschaft >Im Lichte der Wahrheit< Ausgabe letzter Hand lesen:

 

"Zu seinem von Gottvater bewilligten Schöpfungs-Reinigungswerke, das durch den Sturz der Menschengeister in der Stofflichkeit nötig wurde, nahm Parzivals Wollen als ein Teil von ihm Form an zur Wanderung durch alle Weltenteile, um darin Erfahrungen sammelnd alle Schwächen und Wunden der Menschengeister zu erkennen. Parzival blieb immer in der Burg, während sein lebendiges Wollen als ein Teil aus ihm Form geworden die Weltenteile lernend durchwanderte."

 

Obwohl Abd-ru-shin später ganz klar nur noch von einer Strahlungsverbindung spricht, wurde dennoch weiter an dem von Abd-ru-shin selbst erkannten und korrigierten Irrtum festgehalten. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil es den Marktwert einer Sekte anhebt, wenn der Gottessohn Imanuel höchstpersönlich der Gründer ist. Wie zum Beispiel in Nigeria, wo das zurückgenommene Bekenntnis Abd-ru-shins eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Gralsbewegung spielt.  Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Grail_Movement

 

Aus der Löschung der Worte "und deshalb auch Imanuel" in der von Abd-ru-shin verfassten >Gralsbotschaft Im Lichte der Wahrheit letzter Hand< kann geschlossen werden, dass Abd-ru-shin sein ursprüngliches Bekenntnis: "Ich bin´s, Imanuel" später nicht bestätigen wollte. Ob Abd-ru-shin darüber hinaus diesbezüglich seinen Irrtum eingestanden hat und diesen richtig stellen wollte, ist nicht überliefert. Ein Widerruf seines Bekenntnisses ist nicht bekannt geworden. Man muss Abd-ru-shin einräumen, dass er durch seine Verbannung und die ihm auferlegten Einschränkungen sowie sein frühes Ableben kaum die Möglichkeit hatte, seine diesbezüglichen Änderungen bzw. Richtigstellungen ausführlich zu begründen.

 

Der Stiftung Gralsbotschaft muss man jedoch den Vorwurf machen, diese für die Leser der Gralsbotschaft und die Entwicklung der Gralsbewegung wichtigen Änderungen bis heute absichtlich zu verschweigen!

 

Die Verantwortlichen in der >Internationalen Gralsbewegung< und in der >Stiftung Gralsbotschaft< folgten damit der vom Vomperberg vorgegebenen Strategie, zu verschweigen, dass Abd-ru-shin kurz vor seinem Tod seinen Irrtum eingesehen und korrigiert hat. Dadurch wird in der Gralsbewegung immer noch überwiegend die Meinung vertreten, dass der Gottessohn Imanuel in Abd-ru-shin, dem Verfasser der Gralsbotschaft inkarniert war; Abd-ru-shin und Imanuel sozusagen identisch waren. (Herbert Vollmann: Vom Leben und Wirken Abd-ru-shins, Marias und Irmingards auf Erden; Verlag Alexander Bernhardt; Vomperberg - Tirol)

 

Das Festhalten an Abd-ru-shins Irrtum war die unverzichtbare Grundlage für die Beibehaltung des Personenkults und dessen Fortsetzung gemäß der Kündung zur Feier am 17. August 1948 im Tempel auf dem Vomperberg anläßlich des Geburtstags von Frau Maria Bernhardt. Die >Internationale Gralsbewegung< und die >Stiftung Gralsbotschaft< sind dadurch bis heute Handlanger dunkler Kräfte und massgeblich beteiligt an der jahrzehntelangen Fehlentwicklung in der Gralsbewegung! Dafür sind vor allem zwei Personen verantwortlich: der Apostel Herbert Vollmann und der viele Jahre als Vorstand der Stiftung Gralsbotschaft und danach als Vorstand der Internationalen Gralsbewegung tätige Jünger Jürgen Sprick. 

 

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, was der Jünger Hellmuth Müller-Schlauroth in seinem Brief vom 6. März 1976 an Fräulein Irmingard Bernhardt, Gralssiedlung Vomperberg geschrieben hat. Er schreibt: "Nicht mehr an Seine Sendung geglaubt hat bereits zu Seinen Lebzeiten Frau Maria. Das kann ich bezeugen: Bei meiner Anwesenheit in Kipsdorf am 6.12.1941, dem Todestag des HERRN, habe ich mich meist im Wohnzimmer aufgehalten. Etwa 1 – 2 Stunden, bevor der HERR Seinen irdischen Körper verlassen hat, kam Frau Maria zu mir. Sie stellte sich vor mich und fragte: „Können Sie denn immer noch glauben, daß er der Menschensohn ist? Ich kann das nicht mehr glauben.“

 

Doch es wurde weiter an dem Irrglauben festgehalten, dass Abd-ru-shin der verheißene Gottessohn Imanuel war. 

 

Anläßlich des Geburtstags von Frau Maria Bernhardt (der Witwe Abd-ru-shins) am 17. August 1948 wurde im Tempel auf dem Vomperberg die >Kündung zur Feier am 17. August 1948< gelesen. In dieser fragwürdigen >Kündung< werden Frau Maria Bernhardt und ihrer Tochter Irmingard Bernhardt göttliche Eigenschaften zugesprochen und kritikloser blinder Gehorsam von Abd-ru-shins Aposteln, Jüngern und den Berufenen sowie den Kreuzträgern dieser neuen Führung gegenüber abverlangt. Das war ein ungeheuerlicher Affront gegen den Geist der Gralsbotschaft! Gelesen im Tempel auf dem Vomperberg!

 

Und so ist eine Internationale Gralsbewegung entstanden, deren Selbstverständnis und Organisationsstruktur auf einem Personenkult aufbaut, der sich auf  Abd-ru-shins zurück genommene Worte beruft: "Ich bin´s, Imanuel". Die loyalen >Leitenden< der Internationalen Gralsbewegung nutzen die ihnen durch dieses Bekenntnis gegebene Macht mit der Begründung, dass sie von einer dazu berufenen Führung eingesetzt wurden, die in der Hierarchie der Gralsbewegung durch Abd-ru-shin, dem Gottessohn Imanuel eingesetzt wurde. Wer die selbstherrliche Macht der höheren Führungsebene infrage stellte, wurde aus der Internationalen Gralsbewegung ausgeschlossen und fortan von den gehorsamen Mitgliedern der Internationalen Gralsbewegung wie die Pest gemieden. Denjenigen, die dennoch Kontakt zu den >Ausgeschlossenen< beibehielten, wurde ebenfalls mit ihrem Ausschluss aus der Internationalen Gralsbewegung gedroht, der dann auch oft vollzogen wurde!

 

Nach Abd-ru-shin`s Tod war seine Gralsbotschaft nur noch dann interessant für die Entwicklung der Gralsbewegung, wenn sie dem Machtstreben derjenigen dienlich war, die diese Macht an sich gerissen haben!

 

Eine geistig lebendige und freie Gralsbewegung kann sich bei dieser Vergangenheit und in diesen Strukturen nicht entwickeln!

 

Wulf-Dietrich Rose  

 

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Schreiben von Herrn Alexander Yurtbil an die Redaktion

Wo befindet sich die Heimat Abd-ru-shins?

Abd-ru-shin und die Botschaft aus dem Gral

Die Biographie von Oskar Ernst Bernhardt genannt Abd-ru-shin und seiner Familie

Persönliche Erklärungen Abd-ru-shin´s und Schutzhaftbefehl

 

Ergänzungserklärung vom 26. Oktober 1939   

Ergänzungserklärung.pdf
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Zeittafel von "Marksteinen" im Erdenleben Abd-ru-shin´s

Zeittafel 3. Überarbeitung.pdf
PDF-Dokument [179.1 KB]

Foto- und Video-Sammlung aus dem Leben Abd-ru-shin´s

Des HERRN letzte Erdenstunden; von Dr. med. Karl-Heinz Hütter

Ismael - Die Sterbestunde des Herrn

Kundgebungen, die Charlotte von Troeltsch von Dezember 1941 bis Anfang 1944 aufgenommen hat

Abschrift von Kundgebungen.doc
Microsoft Word-Dokument [92.5 KB]

Beisetzung des HERRN am 7. Oktober 1949 in der Pyramide auf Vomperberg

Abd-ru-shin und seine Gralsbotschaft