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Und es erfüllte sich nicht...

 

Bei vielen Lesern und Bekennern der Gralsbotschaft besteht Unklarheit darüber, ob Abd-ru-shin der verheißene Gottessohn Imanuel gewesen ist oder ob lediglich eine Strahlungsverbindung bestand.  

 

Die Redaktion veröffentlicht deshalb an dieser Stelle Beiträge zu dieser Frage und lädt die Besucher dieser Webseite ein, in eigenen Beiträgen dazu Stellung zu nehmen bzw. die Redaktion auf Veröffentlichungen hinzuweisen, die geeignet sind, Klarheit in dieser Frage zu schaffen.

 

Bitte schicken Sie ihre Beiträge per E-Mail an folgende Adresse: redaktion@die-gralsbewegung.org

Die Veröffentlichung der eingesandten Beiträge ist auf Wunsch auch ohne Namensnennung der Verfasser möglich.

 

 

Schreiben von Herrn Alexander Yurtbil an die Redaktion

Völlig unvermittelt bin ich auf Ihr Internetforum gestoßen und habe dessen Inhalt mit größter Aufmerksamkeit gelesen. Gleichwohl ist mir trotz des Hinweises Ihrer Absicht nicht ganz verständlich, um was es Ihnen und den Nutzern Ihres Forums letztendlich geht. Es wird innerhalb der Gralsbewegung auf Missstände, Auseinandersetzungen und derlei mehr hingewiesen, und es entsteht zunächst der erhoffte Eindruck, dass hier längst überfällige Aufarbeitung gewagt wird. Leider weicht dieser Eindruck der Besorgnis, dass es sich hier lediglich um den Versuch handelt, bestimmte Personen zu schützen und den weiteren Zerfall der Gralsbewegung aufzuhalten, womöglich mit dem Ziel, eine Neuordnung herbeizuführen. Einzig fehlt mir das Verständnis dafür, verlangte doch Abdruschin einst selbst, dass der Berg zu verlassen sei und vermieden werden soll, dass die Gralsbewegung in irgendeiner Weise fortgesetzt wird.

 

Dass es aber nur deshalb zur Zersplitterung der Gralsbewegung kam, weil ihre Anhänger entgegen der Worte Abdruschins fortführten, was von ihm nicht gewollt war, ist nur die halbe Wahrheit. Abdruschin selbst hat zu dieser Entwicklung beigetragen, und es wird nicht leicht sein, sich dies begreiflich zu machen.

 

Die Gralsbewegung mit all ihren Streitigkeiten musste scheitern, weil man annahm, Abdruschin sei der verheißene Gottessohn Imanuel gewesen. Zu dieser Annahme hat Abdruschin maßgeblich selbst beigetragen. Sei es durch Aussagen in seiner „Große Ausgabe“ von 1931 oder den Nachklängen I von 1934. Nicht zuletzt aber durch den Tag, an dem Abdruschin die ersehnten Worte sprach: „Ich bin’s!“

 

Gewiss, die Hoheit seiner Botschaft vor dem Hintergrund eines zur Zeitenwende danieder liegenden geschundenen Europas, am Vorabend eines weiteren Weltkriegs, ließ seinerzeit kaum einen anderen Rückschluss zu, als das Abdruschin gekommen war, um die Prophezeiung vom Kommen des Menschensohns und dem Jüngsten Gericht zu

erfüllen.

 

Nun sind seit den Nachklängen I mittlerweile 80 Jahre vergangen, und es muss erlaubt sein, die damaligen Geschehnisse in einem neuen Licht zu betrachten. Hält man jedoch, wie vermutlich noch die meisten seiner Anhänger, unerschütterlich am Menschensohn Abdruschin fest, wird deren Betrachtung ungemein erschwert.

 

Wie schon seit jeher geweissagt worden war, geht mit dem Menschensohn das Gericht einher, gefolgt vom sagenumwobenen Tausendjährigen Reich. Im Falle Abdruschins muss diesbezüglich Vorsicht geboten sein. Sicherlich stand es seinerzeit, und noch mehr jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts, noch nie so schlimm um diese Menschheit, und dennoch kann von einem Gericht, das die Erde mit seinen Bewohnern in seinen Grundfesten erschüttert, wahrlich noch nicht die Rede sein.

 

Da nützt es auch nichts, die Sendung Abdruschins damit schützen zu wollen, dass es im freien Willen des Menschen begründet war, dass das Gericht nicht über uns kam. Wie anmaßend zu behaupten, das Gericht sei abhängig von unserem Willen gewesen, so doch längst bekannt ist, dass das Gericht naturgemäß jedem Weltenkörper anhängt von einer bestimmten Stunde an (s. a. den Vortrag „Pfingsten 1929“ von Abdruschin).

 

Ein Vorgang, der gänzlich in keinem Zusammenhang mit der Auflösung steht, das einem Weltenkörper aufgrund seiner Überreife widerfährt. Völlig außer Acht gelassen wurde dabei jener verheißene Komet, der da wie eine zweite Sonne am Himmel zu sehen sein wird und dessen Lichtstrahlen für das Endgeschehen von entscheidender Bedeutung sein werden. Auch diese Prophetie haben vermeintlich wir selbst verhindert, jedoch sei laut Anhängern zumindest geistig der Stern in Erdumlaufbahn geschaut worden sein – eine wahrlich geschickte Auslegung und letztlich vom gemeinen Menschen nicht nachprüfbar.

 

„Infolge unseres Versagens ist das Friedensreich in weite Ferne gerückt. Sein Kommen ist jetzt einer höheren Vorsehung vorbehalten. Bis dahin haben wir die „Wartezeit“ geistig zu nutzen“, heißt es sinngemäß von offizieller Seite her.

 

Wie ist nun das in der Folge tatsächlich Geschehene mit jener Botschaft vereinbar, die da 1931 in einer „Großen Ausgabe“ den Menschen gegeben wurde? Schnell wurde von Seiten der Anhänger, ob vom Berg oder aus den umliegenden „Niederungen“, wieder auf das Versagen der Berufenen und der Menschheit hingewiesen, das in diesem Ausmaß selbst vom Licht nicht vorherzusehen war. Was im Umkehrschluss bedeuten würde, dass Abdruschin die Botschaft bei frühzeitigem Wissen um die Fehler und Schwächen der Menschen anders verfasst haben würde. Dies erscheint mehr als fraglich für einen Gottessohn, der gekommen ist, um zu vollbringen, anstatt sich nach der Menschheit zu richten.

 

Um wen aber handelt es sich dann bei der Person Abdruschins, der uns 1931 aus der Gesamtheit seiner Schriften von 1920 an eine Botschaft aus den lichten Höhen, ja, vom Schöpfer selbst übermittelt hat? Er bezeichnet sich darin als Menschensohn, als Träger des Jüngsten Gerichts und Errichter des Gottesreichs auf Erden. Die außergewöhnliche Art seiner Botschaft, die absolute Logik und die Höhe der Offenbarung sprechen doch für sich, dass solch Wissen nur vom Lichte selbst ausgehen konnte. Vom Lichte gewiss, doch war er das Licht selbst?

 

Eine gewisse Skepsis wäre spätestens zu dem Zeitpunkt angebracht gewesen, als u. a. der Jünger Alfred Grégoire kundtat, dass Abdruschin zu Zeiten seines Zwangsaufenthalts an einer Umänderung der Botschaft von 1931 arbeite, die 1949 mit der Veröffentlichung der „Ausgabe letzter Hand“ seinen Abschluss fand. Mit der „Botschaft 31“ hat Abdruschin eine Vortragsfolge festgelegt, von der er erklärte, dass diese unabänderlich sei!

 

Sie entspreche genau dem natürlichen Entwicklungsgang des menschlichen Geistes. Die „Botschaft 49“ enthält nun abgeänderte oder verschwundene Vorträge in einer Folge, die völlig verändert worden ist. Er bezeichnet die Änderungen wiederum als unabänderlich und fügt hinzu, dass damit der Zugang zur Botschaft künftig erleichtert werde. Diese Aussage steht im völligen Widerspruch zu Abdruschins früherer Erklärung, dass er die Anweisung habe, es den Menschen nicht zu leicht zu machen.

 

Schnell wurde von Seiten der Gralsbewegung deutlich gemacht, dass Abdruschin auf die Wirklichkeit bezogen nur mithilfe einer Neufassung seiner ursprünglichen Botschaft dem immer tiefer sinkenden geistigen Niveau der Menschen begegnen konnte, nachdem er unerwartet erkennen musste, dass das Friedensreich aufgrund der Schwächen und Fehler der Menschheit sich endgültig zerschlagen hatte. Wie ist dies vereinbar mit einem Gottessohn, der 1934 noch in seinen Vorträgen „Ich sende Euch“ und „Und wenn die Menschheit fragt“ eindringlich warnte, dass sein unverändertes Wort und der Aufbau seiner Botschaft unverrückbar sei. Einzelne Kreuzträger wenden freimütig ein, dass es jedem anderen Autor auch gestattet sei, jederzeit Änderungen an seinen Schriften vorzunehmen. Welch armseliger Vergleich! Das Wort Gottes ist, jetzt und in alle Ewigkeit!

 

Hat Jesus je seine Worte in seiner Bedeutung abgeschwächt, zurückgenommen oder sich nachträglich verbessert, wohlwissend, dass er dadurch u. a. durchaus dem Kreuzestod hätte entkommen können? Derlei Kalkül kommt aber bei Jesus nicht in Frage, weil auch er das Wort ist und ebendaher gar nicht anders kann, als zu sein, der er von Anbeginn war und immer sein wird. Es ist vollbracht! Nicht anders bei Imanuel, der da kommen wird, um zu vollbringen, ob mit oder ohne unsere Zustimmung!

 

Wenn aber dem alles so ist, wie oben gesagt wurde, um wen handelte es sich bei Abdruschin dann? Die Antwort gab er 1939 in einer persönlichen Erklärung selbst: Er bezeichnete sich als Gottgesandten, der in einer besonderen Verbindung mit der göttlichen Weisheit steht. Er fügt hinzu, dass er nicht gleichzusetzen sei mit Jesus, sondern dass es sich bei ihm um einen besonderen Strahlungsvorgang handelt, der es ihm ermöglicht, wie der „äußerste irdische Griffel göttlichen Willens zu neuen Offenbarungen notwendigen Wissens zu wirken“. An sich ist damit alles gesagt worden und es ist verwunderlich, dass gleichwohl seitdem bis heute Unklarheit über die Herkunft Abdruschins besteht.

 

Nimmt man aber diese Erklärung hin, lassen sich die Geschehnisse von damals im Nachhinein recht einfach einordnen, weil man nicht mehr versucht ist, sich zurechtlegen zu müssen, was scheinbar nicht mit dem Wort Abdruschins im Einklang steht. Es setzt sich vielmehr die Erkenntnis durch, Abdruschin als den Wegbereiter zu sehen, für den, der da noch kommen wird: Der Menschensohn! Womöglich sollte dafür der Boden bereitet und die Berufenen für ihre eigentliche, noch bevorstehende Aufgabe geprüft und vorbereitet werden.

 

Um entsprechend wirken zu können, bestand also zwischen Imanuel und Abdruschin eine Strahlungsverbindung, die im Laufe seines Wirkens offensichtlich nachgelassen haben muss. Nicht von ungefähr gab einst einer der Jünger Abdruschins, Lucien Siffrid, in diesem Zusammenhang schon im Sommer 1937 traurig dem Anhänger André Fischer zu verstehen, dass Imanuel im Begriff ist, sich von Abdruschin zurückzuziehen. Doch wie war das möglich?

 

Auch hierfür liegt die Antwort bei Abdruschin selbst. Indem er vor seiner Erklärung von oben noch von sich behauptete, der verheißene Menschensohn zu sein, nahm das Unheil seinen Lauf und erklären seine Handlungen in der Folge, als wohl die Strahlungsverbindung endgültig aufhörte. Von diesem Zeitpunkt an war er auf sich allein gestellt, was u. a. wiederum deutlich machen würde, wie es zu der Neufassung seiner Botschaft kam und auch dringend geboten war, nachdem er seinen folgenschweren Fehler erkannt haben musste. In dem Bewusstsein, in seiner Sendung also gefehlt zu haben, war es möglicherweise der Versuch, zu retten, was noch zu retten ist.

 

Die Urbotschaft von 1931 verliert aber dadurch nicht an Ausstrahlung und Kraft. Sie ist von nun an nur differenzierter zu lesen. Hilfreich ist es, wenn man sich dabei vorstellt, dass er in der dritten Person gesprochen hat, also die Worte so wiedergegeben hat, als wenn Imanuel selbst gesprochen haben würde. Und alle im Zusammenhang mit dem

Gericht in der Urbotschaft geschilderten Vorgänge, die den Eindruck erwecken, sie haben sich hiermit bereits erfüllt, sind so zu verstehen, dass sich alles so in der von ihm beschriebenen Weise vollziehen wird, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

 

So sehr die hier geschilderte Betrachtungsweise auf Viele zunächst einmal ernüchternd wirken muss, so sehr gibt sie auch Aussicht auf eine noch bevorstehende wunderbare Entwicklung der Erde frei. Es ist nun an einem jeden von uns sich bewusst zu machen, wie falsch unsere Wege auf der Erde waren, um erkennen zu können, dass der Gottessohn Imanuel erst noch einkehren wird in die Grobstofflichkeit.

 

„Die Zeit der großen Wende ist nahe. Mit der Geburt des Menschensohnes beginnt der Aufbau der Erde. Er wird verkünden allen Lebendigen die Wahrheit und richten, die da tot sind im Geiste. Die Erde wird danach frei sein und sich zum höchsten Stern entwickeln, denn sie ist auserkoren, die Führung in der Grobstofflichkeit zu übernehmen!“ So die vielversprechenden Worte Abdruschins vom 30.05.1978, wiedergegeben durch Gabriele Mietzner.

 

Und bereits schon am 08.05.1965 ruft uns Friedrich Rauber aus dem geistigen Reich zu, dass „die Zeit nun bald gekommen sei, wo die reine Wahrheit durch den Menschensohn allen Menschen dieser Erde verkündet werden soll. Sie ist die alleinige Wahrheit und einmalig in der Geschichte der Menschheit.“

 

 

Ich möchte meine Ausführungen damit schließen, indem ich Ihnen mitteile, dass es mir fern liegt zu behaupten, die Wahrheit über Abdruschin zu kennen und unter der Annahme, dass die „Ausgabe letzter Hand“ tatsächlich von Abdruschin stammt.

 

Zeitgleich mit meiner Versiegelung auf dem Berg geriet ich an ein Schreiben meines Großvaters, aus dem hervorgeht, dass es sich bei Abdruschin nicht um die Inkarnierung des Menschensohns gehandelt hat. So sehr ich dies nicht wahrhaben wollte, empfand ich sofort die Richtigkeit der Worte. Nach rücksichtsloser Prüfung bin ich schließlich zur selben Überzeugung gelangt. So blieb mir am Ende nichts anderes übrig, als dem Berg konsequent wieder den Rücken zu kehren, und es fiel mir wahrlich schwer.

 

Umso schöner, dass ich die in den Ausführungen und Erklärungen der Gralsbewegung so oft vermisste Logik wieder gefunden habe. Diese Erfahrung war sehr beglückend. Gleichwohl bin ich für jede andere Erkenntnis oder Aufklärung immer aufgeschlossen und dankbar.

 

Alexander Yurtbil

Beitrag von Frau Irmgard Deutschmann zum Schreiben von Herrn Alexander Yurtbil an die Redaktion

 

Durch Zufall las ich den Brief von Herrn Alexander Yurtbil und möchte hier dazu nur einige meiner eigenen Gedanken mitteilen:

 

Erst einmal möchte ich voranstellen, dass Abdruschin hier auf Erden auch Imanuel - der verheißene Menschensohn - war.

 

Wir lesen in den GEISTIGEN EBENEN V:

 

„Parzival trat über die Grenze der unmittelbaren Ausstrahlung der Gottdreieinigkeit, also über die Grenze der göttlichen Ebene. Damit trug er die Ausstrahlung seines wesenlosen Gottkernes hinaus und strahlt nun ausserhalb der göttlichen Ebene als ein kleiner Teil aus Imanuel in die Lichtleere, erhellend erwärmend, alles in Bewegung bringend und in Bewegung erhaltend als Lebensquell. ….“

 

Es erscheint mir nun persönlich ganz klar, dass Parzival - so wie beschrieben – unmöglich seinen „Platz“ verlassen könnte, um sich hier auf Erden zu inkarnieren, geschweige denn Imanuel, denn dies würde einen Zusammenbruch der Schöpfung bedeuten.

 

Nur ein kleiner Teil des Wollens von Imanuel konnte sich in einen von langer Hand vorbereiteten Erdenmenschenkörper verankern, wobei ein Menschengeist – in diesem Falle Oskar Ernst Bernhardt – als Hülle dienen musste. Da aber die Strahlung Imanuels weitaus stärker war als der Menschengeist, wirkte nun auch Imanuel direkt aus diesem Menschen heraus, der dadurch auch Imanuel war. Es bestand ja durch diese Verankerung eine vollkommene Einheit zwischen Imanuel und dem Menschen auf der Erde.

 

Am Karfreitag 1932 sprach der HERR unter anderem:

 

(Dies hier etwas abgekürzt und nur zum Verständnis für das vorher von mir erwähnte. Auch das „Auflösen“ darf nicht als Auslöschen betrachtet werden.)

 

„Es wird nun auch in mir für die Erfüllung langsam eine Brücke abgebrochen, die mich mit euch und mit der Erdenmenschheit bisher eng verband! Das Erdenmenschengeistige in mir, das bisher diesen grobstofflichen Körper für die Erdenaufgabe entwickeln mußte und den Erdennamen Bernhardt trug, wird nun aufgelöst von dem Licht!“.

 

Ich besitze ein Schriftstück des HERRN, das er mit Imanuel unterzeichnete. Ich besitze aber auch einen Brief vom HERRN an meinen Vater, den er mit Abdruschin unterschrieb.

 

Da ich mir sicher bin, dass der HERR nicht planlos seine Unterschrift wählte, kann ich daraus ersehen und erkennen, dass er nur dann mit Imanuel unterschrieb, wenn eine direkte Lichtverbindung mit diesem bestand, er also Imanuel war.

 

Wenn in der Urfassung der Botschaft erwähnt wird, dass der Menschen wegen kein Wort geändert wird und, dass der Mensch sich nach dem Wort zu richten hat und nicht das Wort sich nach dem Menschen, so sind für mich dies ganz klar die Worte Imanuels, der das unverrückbare Gesetz ist.

 

Sollten nun doch einige Dinge in der Botschaft vom HERRN in der Verbannung abgeändert worden sein, so könnte ich mir persönlich nur vorstellen, dass nicht Imanuel sondern Abdruschin dies aus Liebe vorgenommen hat, da er den Menschen und deren Schwächen im Verstehenkönnen weitaus näher stand als Imanuel.

 

Vergessen wir niemals: Gottvater wirkt gleichzeitig in seinem Sohn und im Heiligen Geist – sie sind Drei und jeder wirkt trotzdem für sich – und sind doch nur Eins.

 

Irmgard Deutschmann

 

Nachtrag 

 

Als ich gestern den Vortrag „Der Erdenmensch vor seinem Gott“ las, da prägte sich mir der nachfolgende Absatz sehr ein:

 

„Was habt Ihr aus dem Gotteswort in Eueren Erklärungen und schon in seiner Niederschrift gemacht! Daß Ihr darüber streiten könnt, daß Ihr als Erdenmenschen Euch zusammensetzt und hin und her beratet, das ganz allein schon zeugt von unsicherem Grunde und von Unklarheiten dessen, das Ihr aufzustellen wagtet als das reine, hehre Gotteswort! Das Wort des Herrn ist unantastbar, einfach, klar, und ehern eingemeißelt in die Schöpfung. Dort, wo es nicht verdüstert und verschoben ist, gibt es kein Deuteln, kein Beraten! Es ist verständlich jeder Kreatur.“

 

Mir wird auch immer verständlicher, warum der HERR betonte, dass wir des Wortes achten sollen und nicht des Bringers, denn wer sich bemüht das Wort zu verstehen und in sich aufzunehmen, der „begegnet“ in diesem Wort auch unweigerlich dem HERRN.

 

In dem Vortrag „Es werde Licht!“ wird uns viel über die Verbindung Imanuel – Parzival und Abdrushin erklärt und zusammen mit passenden Stellen aus anderen Vorträgen ergibt dies ein sehr schönes und klares Bild, wobei auch die nachfolgenden Worte des HERRN nicht vergessen werden dürfen, die den Vortrag „Es werde Licht!“ abschließen:

 

„Ob Ihr es aufzunehmen fähig seid, ist Eure Sache; denn ich kann Euch dabei auch nicht helfen. Die Menschheit fragte, bat, und ich habe geantwortet, in Dingen, die weit über dem Begreifenkönnen eines Menschengeistes liegen, die weltenferne von ihm sich erfüllen, rollend auf ehernen Bahnen göttlicher Gerechtigkeit und göttlicher Vollkommenheit. In Demut beuge sich der Mensch!“

 

Irmgard Deutschmann

Beitrag von Herrn Wulf-Dietrich Rose zu den vorhergehenden Beiträgen

 

In dieser Diskussion geht es im Kern um die Frage, ob Abd-ru-shin der verheißene Gottessohn Imanuel gewesen ist oder ob lediglich zeitweilig eine -  wie auch immer geartete - Strahlungsverbindung bestand.  

 

Ich schließe mich der folgenden Äußerung von Frau Irmgard Deutschmann an:

 

"Es erscheint mir nun persönlich ganz klar, dass Parzival - so wie beschrieben – unmöglich seinen „Platz“ verlassen könnte, um sich hier auf Erden zu inkarnieren, geschweige denn Imanuel, denn dies würde einen Zusammenbruch der Schöpfung bedeuten. Nur ein kleiner Teil des Wollens von Imanuel konnte sich in einen von langer Hand vorbereiteten Erdenmenschenkörper verankern, wobei ein Menschengeist – in diesem Falle Oskar Ernst Bernhardt – als Hülle dienen musste."

 

Zweifel habe ich jedoch an der Logik ihrer Aussage im weiteren Teil:

 

"Da aber die Strahlung Imanuels weitaus stärker war als der Menschengeist, wirkte nun auch Imanuel direkt aus diesem Menschen heraus, der dadurch auch Imanuel war. Es bestand ja durch diese Verankerung eine vollkommene Einheit zwischen Imanuel und dem Menschen auf der Erde."

 

Herr Alexander Yurtbil  erwähnt in seinem Beitrag eine persönliche Erklärung von Abd-ru-shin, in der er sich selbst als Gottgesandten bezeichnete, der in einer besonderen Verbindung mit der göttlichen Weisheit steht. Abd-ru-shin fügte hinzu, dass er nicht gleichzusetzen sei mit Jesus, sondern dass es sich bei ihm um einen besonderen Strahlungsvorgang handelt, der es ihm ermöglicht, wie der „äußerste irdische Griffel göttlichen Willens zu neuen Offenbarungen notwendigen Wissens zu wirken“. (Ergänzungserklärung durch Oskar-Ernst Bernhardt vom 26. Oktober 1939)   

 

Abd-ru-shin sprach demnach von seiner Strahlungsverbindung, und nicht wie Frau Irmgard Deutschmann von einer Verankerung der Strahlung aus Imanuel in Abd-ru-shin die "eine vollkommene Einheit zwischen Imanuel und dem Menschen (Abd-ru-shin) auf der Erde" herstellte. 

 

Es stellt sich die Frage, ob eine zeitweise bestehende Strahlungsverbindung mit einem "kleinen Teil des Wollens von Imanuel" dazu berechtigt, Schriftstücke mit >Imanuel< zu unterschreiben und sich selbst als >Imanuel< zu bezeichnen?

 

Frau Irmgard Deutschmann hat dazu folgende Erklärung: "Da ich mir sicher bin, dass der HERR nicht planlos seine Unterschrift wählte, kann ich daraus ersehen und erkennen, dass er nur dann mit Imanuel unterschrieb, wenn eine direkte Lichtverbindung mit diesem bestand, er also Imanuel war."

 

Da es hier um Vorgänge geht, die für einen Menschengeist nicht vollständig nachvollziehbar sind, greife ich zu einem profanen Vergleich, um zumindest eine logisch nachvollziehbare und widerspruchsfreie Erklärung zu finden.

 

Ein auf der Erde lebender Mensch hat eine Strahlungsverbindung zur Sonne; er empfängt ihre Strahlung und nutzt diese in vielfältiger Art und Weise. Es gab und gibt Menschen, die eine derart innige und lebendige Strahlungsverbindung zur Sonne haben, dass sie die Wesensart der Sonne in sich so stark und klar erleben, dass sie auch in dieser Wesensart wirken und ausstrahlen. Aber würden sie sich als Sonne bezeichnen? Sicher nicht, weil sie wüssten, dass niemand überleben würde, wenn die Sonne auf der Erde wäre.

 

So wie ich die Imanuel betreffenden Erklärungen in der Gralsbotschaft verstanden habe, würde die Anwesenheit Imanuels auf der Erde aufgrund seiner für uns unvorstellbaren Lichtkraft zur sofortigen Auslöschung der Menschheit führen, da laut Gralsbotschaft umgekehrt auch kein Menschengeist die Lichtkraft in der Nähe Imanuels ertragen kann. Schon aus diesem Grund kann Imanuel nicht in Abd-ru-shin bzw. Oskar-Ernst Bernhardt inkarniert gewesen sein.

 

Um entsprechend wirken zu können, bestand zwischen Imanuel und Abd-ru-shin eine Strahlungsverbindung, die im Laufe seines Wirkens offensichtlich nachgelassen hat. Naheliegend ist die Annahme, dass die - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr vorhandene Strahlungsverbindung zum frühen Ableben Abd-ru-shin`s führte, zumal es keine krankheitsbedingte Todesursache gab.  

 

Die Gralsbotschaft verliert durch die von Herrn Alexander Yurtbil eingeleitete Aufklärung eines bis heute in der Gralsbewegung weit verbreiteten Irrtums nicht ihren großen Wert für die Menschheit. Aber unfehlbar war ihr Bringer nicht!

 

Es gibt Hinweise darauf, dass Abd-ru-shin selbst und seine Frau Maria sowie auch Fräulein Irmingard und andere ihm nahestehende Personen Anstrengungen unternahmen, diesen Irrtum Abd-ru-shin´s einzugestehen und dessen Folgen einzuschränken. Aber offensichtlich ist dies nicht mit der erforderlichen Konsequenz geschehen, sodass sich in der Folge  in der Gralsbewegung bis heute ein blindgläubiger Personenkult ausbreiten konnte, der den >Führern des Grales auf Erden< einen höheren Stellenwert sichert als dem Wort der Gralsbotschaft.   

 

Wulf-Dietrich Rose

Beitrag von Herrn Johannes Deutschmann zu den vorhergehenden Beiträgen


Ich sah letztens das Schreiben von Herrn Yurtbil in dem es darum geht, dass Abdruschin nicht der verheißene Menschensohn sein soll und das Scheitern der Gralsbewegung dadurch erklärt wird, dass es an der „Schuld“ Abdruschins liegen würde, welcher sich fälschlicherweise als Menschensohn zu erkennen gab, was ich grundsätzlich als falsch bezeichne.


Im folgenden Text werde ich auf das von mir gelesene eingehen.

 

Gott gab den Menschen den freien Willen, weswegen sie auf Grund ihrer Eigenverantwortung auch dafür verantwortlich sind, wie sich die Erde entwickelt. Folglich waren sie auch schuld am Scheitern der Gralsbewegung, oder gibt es Argumente, die dafür sprechen, dass Abdruschins irdische Handlungen dazu geführt haben, dass die Gralsbewegung scheiterte?

 

Nachdem Imanuel seinen direkten Wirkungsbereich nicht verlassen kann, da aus ihm die Schöpfung hervorgeht und jeder menschliche Körper einen Menschengeist braucht, um auf Erden leben und wirken zu können, wurde zwecks Erfüllung der Aufgabe des Menschensohnes auf Erden ein Funke von Imanuels Willen in einen Menschengeist verankert. So konnte ein „Teil“ Imanuels, welcher mit ihm im Göttlichen verbunden ist, auf die Erde kommen um hier das lebendige Wort Gottes zu schreiben.


Dieser Funke ist dabei das Höchstmögliche, was ein Menschengeist zu tragen fähig ist, denn, wie Herr Rose bereits sagte, würde die Sonne, wäre sie persönlich auf der Erde, alles verbrennen. So ist also Abdruschin durch seinen göttlichen Funken in einem Menschenkörper als der Menschensohn im wahrsten Sinne des Wortes zu bezeichnen.


Oder ist für manche Menschen „nur“ eine Verbindung mit Imanuel, ermöglicht durch den göttlichen Funken in Abdruschin, durch welchen er für die Position des Stellvertreters Gottes auf Erden berechtigt ist, „zu wenig“ um sich als Menschensohn zu bezeichnen?

 

Der Funke ist also die Verankerung durch welchen sich Imanuel mit Abdruschin verbinden konnte. Hätte Abdruschin keinen göttlichen Funken in sich getragen, wäre auch auf Grund der fehlenden Gleichart keine Verbindung zu Imanuel möglich gewesen, denn auch hier gilt noch das Gesetz der Anziehung der Gleichart.


Die Stärke der Verbindung von Abdruschin zu Imanul kann dabei logischerweise variieren, denn diese Verbindung war in erster Linie für das Bringen des WORTES notwendig.

 

Selbst die Kraft, die den HERRN immer durchströmte, war so stark, dass diese den HERRN auf Grund des „Nichtverstehenkönnens“ der Menschheit innerlich verbrannte und schlussendlich sogar den irdischen Tod verursachte, für welchen, wie sie ja wissen keine natürliche Todesursache bekannt ist.

 

Damit Abdruschin das lebendige Wort Gottes schreiben konnte, brauchte er zum einen ein Irdisches Leben mit den entsprechenden Erlebnissen, durch welche er die Menschheit verstehen konnte und zum anderen der Funke aus Imanuel durch welchen er das Schöpfungswissen aus dem Licht der Wahrheit der Menschheit bringen konnte.

 

Wäre also Abdruschin nicht der Menschensohn, wäre die Gralsbotschaft auch nicht das Gotteswort, anderes ausgedrückt, wäre Abdruschin nicht der Menschensohn, könnte das Wort der Gralsbotschaft nicht die Kraft in sich tragen, welche ihm innewohnt, denn jedes Wort ist zugleich lebendiges Geschehen. 

 

Sollte Abdruschin etwas an der äußersten Form der Gralsbotschaft verändert haben, dann sicher nur in einem solchen Rahmen, dass der darin schwingende Wille Gottes vom Inhalt noch getragen werden kann. Möglich wäre dies zur Zeit des Zwangsaufenthaltes in Deutschland gewesen, als die Verbindung mit Imanuel natürlicherweise schwächer war, was zur Folge hatte, dass auch Abdruschin den Menschen wieder etwas näher stand.

 

Die erwähnte mediale Durchsage, welche anscheinend von Abdruschin stammt, laut welcher der Menschensohn erst kommen würde und die Erde auserkoren sei zur Führung über die Grobstofflichkeit, wage ich sehr zu bezweifeln.

 

Ist ja der auf Erden lebende Menschengeist durch seine Art bereits auserkoren zur Führung über die Grobstofflichkeit, da nur er durch seine Beschaffenheit das Diesseits und das Jenseits überblicken kann um dadurch ein Paradies auf Erden schaffen zu können.

 

Es war die größte Liebe Gottes und unendliche Mühe nötig, um die Gralsbotschaft auf die Erde zu bringen. Gott neigte sich dabei den Menschen so weit wie möglich zu, handeln müssen sie aber selber.


Soll nun diese Liebe Gottes und auch Abdruschins ihm zum Vorwurf gemachent werden, um zu behaupten, Abdruschin wäre gescheitert, wo doch die Menschheit so klar auf ganzer Linie versagte?

 

Was erwarten sich viele Menschen von einem neuen Menschensohn? Niemand wird der Erde die Veränderung bringen können, welche die Menschheit sich ersehnt - außer die Menschheit selbst. Wäre es anderes, hätte schon Jesus den Menschen nicht nur den Weg zeigen können, sondern sie auch verändern, was im Widerspruch zum gottgegeben freien Willen der Menschen steht, weswegen sich Derartiges folglich niemals ereignen wird.


DAS WORT IST, was also erwarten sich die Menschen noch von einem neuen Menschensohn, da der wahre Menschensohn bereits erfüllt hat?

 

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Deutschmann
 

Veröffentlichungen, die auch dieses Thema betreffen

>Am Ende kam das Wort< von Alexander Krause

2012-05-31 Am Ende kam das Wort.pdf
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Vorträge aus der Gralsbotschaft und den Nachklängen 

Vortrag >Und es erfüllte sich< aus der Urfassung der Gralsbotschaft 1931

 

Vortrag >Das Leben< aus der Urfassung der Gralsbotschaft 1931

Ergänzungserklärung durch Oskar-Ernst Bernhardt vom 26. Oktober 1939   

Ergänzungserklärung.pdf
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Brief von Hellmuth Müller-Schlauroth an Fräulein Irmingard Bernhardt, Gralssiedlung Vomperberg vom  6. März 1976

Besuche seit dem 26. Juli 2021